© 2019 Gottfried Störmer | Am Bachgrund 7 | 68623 Lampertheim

Wochenthema:

Erhalt des AZ Vogelparks

Woran ich aktuell arbeite:

 

Der vor mehr als 60 Jahren auf Initiative von Heini Schmitt und der AZ-Gruppe gegründete und seitdem von den Mitgliedern mit großem ehrenamtlichem Engagement organisierte Vogel- und Tierpark hat für viele Lampertheimer einen großen Stellenwert. Vor allem für Familien mit Kindern ist die Anlage ein beliebtes lokales Ausflugsziel. Weil mir der Erhalt des Parks ein besonderes Anliegen ist, werde ich dem Verein bei der Bewältigung der aktuellen Probleme hilfreich zur Seite stehen.

Seit rund zwei Jahren spreche ich als Bürgermeister und meine zuständigen Mitarbeiter mit dem Vorstand, um die drohende Schließung des AZ Vogelparks zu verhindern. Insbesondere die Suche nach geeigneten Nachfolgern für die Vorstandsarbeit steht immer wieder im Fokus. Ziel der Gespräche ist, dieOrtsgruppe Lampertheim Vereinigung für Artenschutz Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e.V in der Lage zu halten, ihren Vogelpark selbst zu betreiben. 

Sachstand und wie geht es weiter?

In der Mitgliederversammlung am 10. März 2019 hat sich keine neue Vorstandschaft gefunden, die die Geschäfte weiterführt. Dennoch sind zwei junge Menschen bereit, mit weiteren zu findenden Helferinnen und Helfern Ihren Beitrag dazu zu leisten, dass der Vogelpark weiterleben kann. In der am Sonntag, 19. Mai 2019, bevorstehenden außerordentlichen Versammlung scheint sich eine Lösung für den Verein und den Erhalt des Parks zu finden.

 

Für den Weiterbetrieb des Parks sind viele Auflagen zu beachten und Entscheidungen über den Erhalt des Tierbestandes zu treffen. Die Anforderungen seitens des Veterinäramtes und der Unteren Naturschutzbehörde sind zu erfüllen, damit eine Betriebserlaubnis erteilt werden kann.

Städtische Unterstützung

 

Mit dem Bauhof legten wir an der einen oder anderen Stelle in der Vergangenheit Hand an, um den Vogelpark zu verschönern. Aufgrund unserer Anregung und Vorbereitung zur Durchführung einer sogenannten Zukunftswerkstatt (Zukunftswerkstatt ist eine Methode, die Fantasie anzuregen, um mit neuen Ideen Lösungen für (gesellschaftliche) Probleme zu entwickeln) sind Ideen für die Ausrichtung nach vorne aufgelistet worden. 

Mit den Germanns, dem Ehepaar, das die Initiative ergriff, um den Vogelpark am Leben halten zu wollen, habe ich gesprochen und meine Hilfe bei den behördlichen Aufgabenstellungen angeboten. Mit dem Veterinäramt hatte ich Kontakt, Problemstellungen und deren Lösung diskutiert, die eigenen städtischen Fragestellungen (z.B. Schankkonzession) sind geklärt, die weitere Begleitung, Beratung und ggf. Unterstützung ist in Aussicht gestellt worden.

Jetzt geht es darum, dass sich zuverlässige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an der Rettung des AZ Vogelparks beteiligen. 

Ältere Wochenthemen:

ICE-Neubaustrecke

"Wir lassen uns nicht überfahren"

Woran ich aktuell arbeite:

 

Die ICE-Neubaustrecke ist in unserer Region ein Dauerthema seit gut 20 Jahren. Sie ist Teil eines europäischen Planes zur Verbesserung des schnellen Personenfernverkehrs und vor allen Dingen des Gütertransportes durch Europa. Zwischen Genua im Süden und Rotterdam im Norden wird eine Bahntrasse geplant, die den erhöhten Bedarf an Personen- und Güterverkehr decken soll. Wir liegen in dem Teilstück Frankfurt-Flughafen – Mannheim. 

Lampertheim ist von diesem Bahnprojekt in zweierlei Hinsicht betroffen:
 

  • Es wird eine neue Schnellbahnstrecke durch den Lampertheimer Wald geplant und

  • auf der Bestandsstrecke (sogenannte Riedbahn) der Güterverkehr mehr als verdoppelt. 

Wir wollen die Planungen nicht blockieren. Unser erklärtes Ziel ist, eine Streckenführung anzubieten, die den berechtigten Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner ebenso wie den Vorstellungen der Bahn gerecht wird.

Diese Zielsetzung verfolgen wir konsequent und in großer Übereinstimmung sowohl mit den betroffenen Kommunen als auch mit den Verbänden in der gesamten Region.

In enger Abstimmung mit mir als Bürgermeister der Stadt Lampertheim und den kommunalpolitischen Gremien sowie mit der vor rund 10 Jahren gegründeten “Bürgerinitiative Lebensraum vor ICE-Trasse“ (BILA) erheben wir unmissverständlich gegenüber der Bahn unsere Forderungen (siehe unten). Sie basieren auf der Grundlage der mit den betroffenen Kommunen im Kreis Bergstraße und in der Metropolregion Rhein-Neckar entwickelten „Konsenstrasse“. Diese führt von Lorsch auf der Westseite der A 67 bis mindestens südlich der Brücke der L 3110 über die A 67 und führt in einer Kurve zur A 6 bevor sich die Trasse an die Riedbahn bei Mannheim-Waldhof anschließt. Alle anderen Streckenführungen, z.B. die sogenannte Trasse C, von Lorsch nach Mannheim in südwestliche Richtung unseren Wald zerschneidend, direkt an der Neuschloßer Wohnbebauung angrenzend, die bevorzugten Sandäcker in der Heide zu durchpflügen lehnen wir standhaft ab.

Unsere Forderungen an die Bahn lauten:

 

  • ICE-Neubaustrecke in Bündelung mit der A 67 Westseite und A 6

  • die Führung der Strecke nach der Brücke der L 3110 über die A 67 in einer Kurve die als gedeckelter Trog ausgeführt ist

  • Verkehrslenkung vorzunehmen, um in Nachtzeiten die Neubaustrecke mit Güterzügen auszulasten

  • Lärmschutz an der Bestandsstrecke (Riedbahn) wie sie für den Neubau standardmäßig vorgesehen ist.

Ultranet-Stromleitung direkt bei Lampertheim und Hofheim

Woran ich aktuell arbeite:

 

Die Entscheidung der Bundesregierung für die Stilllegung der Kernkraftwerke in ganz Deutschland zieht eine Reihe von Konsequenzen nach sich, die auch in den Bereich der Kommunen führen.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Strom verlangt den Bau neuer Stromtrassen bzw. die Nutzung bestehender Versorgungsleitungen. Für den reibungslosen Transport der künftig benötigten Stromkapazitäten muss das vorhandene Netz erweitert bzw. optimiert werden.

 

In Lampertheim sollte der Strom auf der bestehenden Leitung transportiert werden. Um aber die Strommenge steigern zu können, müssen die Strommasten erhöht, verbreitert und mit einer höheren Leistung und einem anderem System (Gleichstrom/Wechselstrom) versehen werden. Hierzu hat die Firma Amprion den Auftrag erhalten. Diese ist seit 2016 damit befasst und hat zwischenzeitlich die Leitungsstrecke ermittelt und den Trassenkorridor (jeweils 500 m rechts und links von der bestehenden Leitungsstrecke) für die neue Leitungsführung festgelegt. Hierbei habe ich gemeinsam mit den Fachleuten aus unserer Verwaltung mitgewirkt.

Wir haben mit dem Unternehmen beraten, welche Trasse ausgewählt und wie und an welcher Stelle eine Veränderung zur bestehenden Leitung vorgenommen werden sollte. Unsere Empfehlung sieht vor, die in der Nähe von Wohnungen (z.B. Bensheimer Straße in Hofheim und dem Viertel Guldenweg in Lampertheim) befindliche Leitung zu verschwenken und von den Wohnungen wegzuführen, um die allgemeine Lebensqualität dieser Wohngebiete etwas zu erhöhen. Das wurde von Amprion aufgenommen und wird als Alternative zur Nutzung der Bestandstrasse in dem nächsten Schritt der Planfeststellung geprüft. 

 

Die durch die Politik aufgeworfenen Themen, z.B. der auftretenden  Magnetfelder und eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch die sogenannte Hybridleitung sowie die Forderung zur Verlegung als Erdkabel und der Verschwenkung der Leitung wurden von uns in den Gesprächen mit der Amprion aufgeworfen und diskutiert. Die Erdverkabelung der Ultranetleitung ist per Gesetz ausgeschlossen. Aufgrund der vorliegenden Planungen der neuen Hybridleitungen ist nach heutigem Stand der Wissenschaft eine Gesundheitsgefährdung der Lampertheimer Bevölkerung selbst bei Nutzung der Bestandstrasse auszuschließen – dies wurde auch vom Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt. Um darüber hinausgehend dennoch eine weitere Vorsorge zu betreiben und auch die Lebensqualität schrittweise zu erhöhen, wurden die zuvor genannten Verschwenkungen diskutiert.